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Die Deutschen und ihr Liebesleben – befriedigend mit Luft nach oben

Die Deutschen und ihr Liebesleben – befriedigend mit Luft nach oben

Die Deutschen und ihr Liebesleben – befriedigend mit Luft nach oben

Die Deutschen und ihr Liebesleben, wie ist es darum bestellt? ORION wollte es ganz genau wissen und hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa beauftragt, doch mal genau nachzufragen. 1006 Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 49 Jahren wurden zwischen dem 15. und 26. September 2017 befragt. Die wichtigsten Ergebnisse gibt es hier:

Wie zufrieden sind die Deutschen mit ihrem Sexleben? Qualitätsurteil: Mehr als befriedigend!

Knapp zwei Drittel der Deutschen sind mit ihrem Sexleben zufrieden oder sehr zufrieden. Das hat eine Forsa-Umfrage im Auftrag von ORION im September 2017 ergeben. Dabei stehen Beziehungsstatus und Zufriedenheitsgrad in einem direkten Zusammenhang: Singles geben überdurchschnittlich häufig an, dass sie mit ihrem Sexualleben weniger (41 Prozent) oder überhaupt nicht zufrieden sind (20 Prozent). Ebenfalls signifikant: Frauen sind grundsätzlich zufriedener als Männer! Während knapp 70 Prozent der Frauen zufrieden (53 Prozent) oder sogar sehr zufrieden (16 Prozent) mit ihrem Sexleben sind, trifft das nur auf 57 Prozent der Männer zu (zufrieden: 44 Prozent, sehr zufrieden: 13 Prozent). Die beste Nachricht aber ist: Nur 9 Prozent aller Befragten sehen dringenden Verbesserungsbedarf („überhaupt nicht zufrieden“).

Wie oft haben die Deutschen Sex?

Wie oft lieben sich die Deutschen denn nun eigentlich? Unabhängig vom Beziehungsstatus lieben sich zwei Prozent aller Befragten täglich, 18 Prozent mindestens einmal wöchentlich – die Häufigkeit wird von Männern und Frauen nahezu übereinstimmend ähnlich angegeben. Wichtiger Aspekt in der Beantwortung der Frage ist jedoch der Beziehungsstatus. 45 Prozent der in einer Beziehung lebenden lieben sich mindestens einmal pro Woche. Insgesamt gaben 19 Prozent aller Befragten – unabhängig vom Beziehungsstatus – an, derzeit keinen Sex zu haben. Das trifft jedoch überdurchschnittlich auf Singles zu (56 Prozent). Unter den Liierten sind es „nur“ 6 Prozent, die angaben, keinen Sex zu haben.

Und wie ist das mit den Singles? Sind Affären und Freundschaft-Plus-Beziehungen out? Mehr als die Hälfte der Singles (56 Prozent) gibt an, zurzeit gar keinen Sex mit einem Partner zu haben, weitere 16 Prozent seltener als einmal im Monat.

Grundsätzlich zeigt die Umfrage: Wer häufiger Sex hat, ist zufriedener – zumindest mit seinem Sexualleben.

Do it yourself liegt im Trend: Masturbation ist vor allem für viele Männer alltäglich

Grundsätzlich zeigt sich: Die Deutschen masturbieren häufiger als sie Sex haben! Täglichen Sex haben nur zwei Prozent aller Befragten, aber 10 Prozent masturbieren täglich. Wenig verwunderlich: Männer lieben sich häufiger selbst als Frauen. Fast 20 Prozent der Männer masturbieren täglich, wie die Forsa-Umfrage im Auftrag von ORION ergeben hat. Weitere 50 Prozent der Männer gaben an, dies mindestens zweimal wöchentlich zu tun. Bei Frauen liegt das Selbermachen nicht annähernd so im Trend wie bei ihren männlichen Artgenossen: Fast ein Viertel aller Frauen masturbieren nach eigenen Angaben nie, 45 Prozent von ihnen seltener als einmal im Monat. Das tägliche Masturbieren ist für Frauen eine absolute Rarität: Was für 18 Prozent der Männer Gang und Gäbe ist, trifft nur auf ein Prozent aller befragten Frauen zu. Logisch, oder zumindest nachvollziehbar: Wer weniger oder überhaupt nicht zufrieden mit seinem Sexualleben ist, legt häufiger Hand an sich selbst an: 47 Prozent derer, die weniger oder überhaupt nicht zufrieden mit ihrem Sexleben sind, masturbieren mindestens zweimal in der Woche. Die Forsa-Ergebnisse zeigen aber auch: Selbstliebe ist auch in Beziehungen ein Thema. Fast 30 Prozent der in einer Beziehung lebenden masturbieren täglich oder mindestens zweimal wöchentlich. Die Singles allerdings noch häufiger: Knapp 50 Prozent der Alleinlebenden masturbieren täglich oder mindestens zweimal pro Woche.

Lovetoys: Wieviele Deutsche haben eins?

Fast die Hälfte der Deutschen besitzt ein Liebesspielzeug oder sogar mehrere. Signifikante Unterschiede zeichnen sich zwischen den Geschlechtern ab: 60 Prozent der Frauen besitzen mindestens ein Lovetoy, wie die Forsa-Umfrage im Auftrag von ORION im September 2017 ergeben hat. Männer scheinen im (Liebes)-Spiel hingegen eher auf konventionelle Hilfsmittel der Luststeigerung zurückzugreifen: Nur gut jeder dritte Mann (35 Prozent) gibt an, mindestens ein Lovetoy zu besitzen. Jeder vierte hat dafür sogar zwei oder mehr. Das heißt: Wer den Spieltrieb entdeckt hat, lebt ihn vielfältig aus! Das trifft auf Frauen übrigens genauso zu: 39 Prozent aller Befragten haben zwei oder mehr, 21 Prozent „nur“ eins. Am ehesten zum Spiel mit Toys lässt sich die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen verführen: Hier sind 53 Prozent glückliche Lovetoy-Besitzer, während es bei den 40- bis 49-Jährigen nur noch 43 Prozent sind. Paare besitzen häufiger Lovetoys (50 Prozent) als Singles (39 Prozent). Und auch die Zufriedenheit mit dem Sexualleben ist in diesem Zusammenhang bezeichnend: Wer ein oder mehrere Sextoys hat, ist generell zufriedener mit seinem Sexualleben als diejenigen, die keine Toys besitzen: 62 Prozent derer, die schon einmal ein Liebesspielzeug für sich und/oder für sich und ihren Partner gekauft haben, sind zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihrem Sexleben. Erstaunlich ist, dass 58 Prozent derer, die angeben mit ihrem Sexualleben weniger oder überhaupt nicht zufrieden zu sein, gar kein Lovetoy besitzen. Vielleicht könnte ein Blick in den Erotikshop hier zur Zufriedenheit beitragen 😉

Lovetoys und ihr Einsatz

Männer geben häufiger an, das Toy „allgemein beim Sex“ zu benutzen als Frauen (58 vs. 37 Prozent), während Frauen deutlich häufiger als Männer angaben, ihr Toy zur Selbstbefriedigung zu nutzen (Frauen 54 Prozent, Männer 30 Prozent). Singles nutzen ihr Liebesspielzeug hingegen meistens zur Selbstbefriedigung (83 Prozent), während die Mehrheit der in einer Beziehung lebenden Befragten überwiegend angab, das Toy allgemein beim Sex (52 Prozent) oder zum Vorspiel beim Sex zu nutzen (37 Prozent)

Und warum?

51 Prozent der Befragten, die aktuell ein Liebesspielzeug besitzen und dieses auch verwenden, nutzen es, um den Sex abwechslungsreicher zu gestalten. 29 Prozent geben an, ihrem Partner oder ihrer Partnerin damit eine Freude machen zu wollen. Während die Abwechslung und Freude des Partners für Männer einen höheren Stellenwert haben, haben Frauen für die Benutzung von Lovetoys noch einen weiteren wichtigen Grund: 20 Prozent der Frauen, die ein Toy besitzen, nutzen es, weil sie sonst nur schwer oder gar nicht zum Orgasmus kommen. Bei den Männern gaben dies nur 4 Prozent an. Interessant ist, dass die Angabe „weil ich sonst nur schwer oder gar nicht zum Orgasmus komme“ mit zunehmendem Alter der Befragten signifikant abnimmt.