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Der große ORION Sexreport 2020 zum Thema Bettgeflüster

Der große ORION Sexreport 2020 zum Thema Bettgeflüster

Der große ORION Sexreport 2020 zum Thema Bettgeflüster

Mehr als 16.400 Deutsche spielen die Hauptrolle im großen ORION Sexreport 2020, der den Titel „Bettgeflüster“ trägt. So unterschiedlich die Lebensumstände, Beziehungsmuster, Eindrücke, Meinungen, Vorlieben und Wünsche der Umfrage-Teilnehmer*innen auch sind, der große ORION Sexreport 2020 verrät vor allem eins: Deutschland liebt vielfältig – und das ist gut so!

Drei Viertel der befragten Teilnehmer*innen sind glücklich mit ihrem Sexleben. Wer unzufrieden ist, nennt vor allem den fehlenden Sex dafür – ein Grund, der übrigens überwiegend von Männern genannt wird (85%). Unglücklich durch zu viel Sex? Das gibt es praktisch weder bei Männern noch bei Frauen überhaupt nicht. Viele vermissen aber auch einfach nur die Abwechslung in ihrem Liebesleben. Auffallend ist, dass Frauen oft persönliche Gründe für ihre Unzufriedenheit nennen: Wenn sie sich in ihrer Haut nicht wohlfühlen oder Schwierigkeiten haben, zum Orgasmus zu kommen, macht sie das unglücklich mit ihrem Sexleben. Männer hingegen machen äußere Umstände gerne für ihre Unzufriedenheit verantwortlich: Zu wenig Sex, keine Abwechslung im Bett, zu viel Stress im Alltag, fehlende Fantasie bei der Partnerin oder deren mangelnde Lust.

Gespielt wird allerdings viel in deutschen Schlafzimmern. Sextoys sehen die meisten der Befragten als Bereicherung und willkommene Abwechslung an. Nur 6% der Umfrageteilnehmer*innen haben noch gar keine Erfahrungen mit Liebesspielzeugen. Knapp ein Viertel hat zumindest schon mal eins ausprobiert. Dass der Trend aber nach wie vor zum Zweit- und Dritt-Toy geht, beweisen die 63%, die sagen, dass sie schon mit verschiedenen Toys gespielt haben. Fast so hoch wie die Zahl derer, die noch keinerlei Erfahrungen damit haben, ist übrigens auch die Zahl der Antwortenden, die von sich sagen: Ich kenne sie alle.

Was letztendlich unter der Bettdecke, im Wohnzimmer, auf der Picknickdecke oder wo auch immer vibriert, massiert oder verwöhnt, entscheiden die Teilnehmer*innen am liebsten für sich selbst oder, falls sie in Beziehungen sind, mit ihrem Partner zusammen. Da geben die Befragten ungern das Zepter ganz aus der Hand – die Zahl derer, bei denen der Partner allein entscheidet, was im Warenkorb landet, ist mit 4 % verschwindend gering.

Die Gedanken sind frei – das gilt auch im Bett. Während die einen ganz allein im Anblick ihres Gegenübers versinken, denken immerhin knapp 50% der Befragten manchmal oder gar immer an andere Personen. Dabei sind Frauen gedanklich kaum treuer als die Männer – 52% der Frauen gaben an, dass sie das nie machen. Bei den Männern sagten das nur 50%. Und an wen denken sie dann? Die meisten derer, die beim Sex an andere denken, machen ihre Freunde zu Statisten ihres Kopfkinofilms. Fantasiepersonen rangieren an zweiter Stelle. Bei vielen spielen aber auch Kollegen eine Rolle. Und selbst Postboten, Babysitter oder Klempner spielen mitunter mit. Geschlechterspezifische Unterschiede gibt es hier kaum, außer wenn es um Nachbarn geht, die Männern deutlich häufiger beim Sex in den Sinn kommen als Frauen.

Was macht guten Sex aus? Bei keiner anderen Frage wurde das Freitextfeld so häufig benutzt wie bei dieser. Dabei kamen teils auch recht unerwartete Wünsche und Bedürfnisse ans Licht. Atemlos durch die Nacht – das muss für viele gar nicht sein. Die Ausdauer ist nur für 6% aller Umfrageteilnehmer*innen entscheidend. Wichtiger sind eine große Portion Liebe, Zeit, ein häufiger Stellungswechsel und die Lustgeräusche. Nicht nur für Frauen zählt das Knutschen unbedingt zum guten Sex – die Antwort gaben auch Männer, die sich Zärtlichkeit, Kuschelmomente und hin und wieder „etwas Romantik“ wünschen. Einige Frauen finden, dass Hemmungslosigkeit und Kontrollverlust guten Sex ausmachen. Vielleicht ist es sogar das, womit Männer gerne öfter mal überrascht werden wollen? Auf jeden Fall rangiert die Spontanität bei den männlichen Umfrageteilnehmern weit vorne. Und dass Männer Licht beim Sex durchaus antörnend finden, hat die ORION Umfrage auch wieder einmal bestätigt.

Ich will Spaß – das haben die meisten der Umfrageteilnehmer*innen auf die Frage geantwortet, warum sie Sex haben. An zweiter Stelle rangiert bei den Frauen der Wunsch nach Nähe, während Männer den Orgasmus gleich hinter den Spaß-Faktor stellen. Und erstaunlicherweise sind sich Männer und Frauen vor allem bei ihren Antworten im Freitextfeld auch überwiegend einig: Sex baut Stress ab, lässt den Alltag für eine Weile vergessen und am Ende des Tages zueinander finden.

In der Kürze liegt die Würze? Nicht immer. Nur hektisch übern Ecktisch geht’s für die meisten eher selten. Erstaunlicherweise stehen sogar mehr Frauen als Männer auf den Quickie zwischendurch. Ebenso überraschend: Eindeutig mehr Männer geben an, dass sie sich für den Sex gern alle Zeit der Welt nehmen. Für die Mehrheit der Teilnehmer*innen entscheidet aber die Stimmung über die schnelle Nummer oder ein ausgiebiges Vor- und Nachspiel: 72% der Frauen und 67% der Männer entscheiden nach Lust und Laune über die Zeit, die sie ihrem Stelldichein einräumen.

Das Wochenende ist übrigens die beliebteste Zeit für Sex – und das am liebsten abends. Am häufigsten schnackseln die Deutschen am Samstag miteinander – dicht gefolgt vom Freitag und Sonntag.

Eigentlich war der große ORION Sexreport 2020 schon im Frühjahr abgeschlossen und ausgewertet und sollte veröffentlicht werden. Doch dann kam das Coronavirus dazwischen: Es beeinflusst seitdem das Leben aller Menschen weltweit – privat wie beruflich, ob mit Partner oder ohne, mit Kindern oder kinderlos. Jeder verbringt viel mehr Zeit zu Hause, viele arbeiten sogar im Homeoffice, pflegen weniger soziale Kontakte und haben deutlich mehr Zeit für Dinge, zu denen man unter normalen Umständen mitunter für lange Zeit gar nicht kommt. Dazu gehören zweifelsfrei auch die erotischen Aspekte des Alltags. ORION wollte es genauer wissen und hat über die Social Media Kanäle noch einmal nachgefragt, wie sich das Sexleben mit dem Partner oder sich selbst in Zeiten von Corona verändert hat. 2000 weitere Teilnehmer standen zu diesem Thema noch einmal Rede und Antwort – 60% von ihnen männlich, 39% weiblich, 1% divers/ohne Angabe.

Was erstaunt ist nicht die Tatsache, dass etwa zwei Drittel der Befragten genauso viel Sex haben wie vorher, sondern vielmehr das Ergebnis, dass 36% der Frauen öfter oder sogar viel öfter masturbieren, während das „nur“ 25% der Männer angaben. Jeder dritte Mann gab an, Sex als Sport-Ersatz zu nutzen, während Frauen sich durch den Sex eher wieder lebendig fühlen möchten. Jede vierte Frau und jeder dritte Mann gaben an, sich jetzt mehr Pornos anzusehen. Und drei Viertel der Singles haben mehr erotische Fantasien als vor der Coronakrise.

Während die Dessous-Käufe bei ORION von Mitte März bis Mitte April 2020 zurückgingen, wurden Toys im gleichen Zeitraum wesentlich häufiger geordert. Dazu passt die Aussage, dass sich 88% der Befragten gerade überlegten, sich ein neues Sextoy zu kaufen. Überdurchschnittlicher Beliebtheit erfreuten sich aber auch die Gleitgele und die Geschenkboxen.

Eines steht fest: Corona beschert vielen mehr Zeit, weil zahlreiche Freizeitaktivitäten auf Eis gelegt sind oder nur sporadisch stattfinden können. Das dazu gewonnene Plus an Zeit landet bei vielen auf dem Sex-Konto: 59% der Umfrageteilnehmer*innen nehmen sich mehr Zeit für den Sex als sonst. Und auch die Experimentierfreude ist bei fast der Hälfte der Befragten gestiegen – sei es mit neuen Techniken, einem neuen Lovetoy oder aber mit anderen Stellungen. Egal wo und wie lange: Sex, ganz gleich ob mit sich allein oder zu zweit, stärkt das Immunsystem – und das ist nicht nur, aber gerade jetzt in Corona-Zeiten ganz besonders wichtig. Und es tut doch auch gut zu wissen, dass Corona zwar Vieles einschränkt, aber die Liebe zu sich undzum Partner in vielen Fällen sogar beflügelt.

Den gesamten ORION Sexreport 2020 finden Sie unter:
www.orion.de/sexreport-2020